Beliebtheit – Welches CMS wird öfter angewendet?
Statistiken, z.B. Google Trends, belegen offensichtlich, dass Joomla wesentlich häufiger angewendet wird und Anwendung findet und mehr Beachtung findet als sein Pendant. Ein weiteres Plus für Joomla ist die breite Community, dessen Forum mit über einer Millionen Beiträgen immensen Support leistet. Dies reduziert Ihre Investition bei Recherchen und Problembehandlung spürbar. Da Typo3 fast ausschliesslich von Großfirmen, Joomla aber viel von Mittel über Kleinbetrieben bishin zu Privatanwendern genutzt wird ist letzteres natürlich weiter verbreitet was sich in Sachen Qualität und Weiterentwicklung bemerkbar macht.

Funktionsumfang – Welches CMS kann mehr?
Hier lag Typo3 bis Januar 2011 eine Nasenlänge voraus. War bei Joomla 1.5 die Vergabe von Rechten für Website-Benutzer und -Administratoren eingeschränkt, was oft bei extrem breiten Internetauftritten ein Ausschlusskriterium war, bietet Joomla 1.6 seit Anfang 2011 auf auf diesem Sektor umfangreiche und vor allem einfach zu verwaltende Funktionen. Im übrigen bieten beide CMS vergleichbare Funktionen. Die Joomla Installation liefert allerdings vieles von Hause aus mit, das unter Typo3 aufwändig konfiguriert und via Erweiterungen nachträglich installiert werden muss.

Erweiterungen – Welche Möglichkeiten existieren jenseits der Standards?
Für beide CMS gibt es viele kommerzielle und Open-Source Erweiterungen. Auch für Eigenprogrammierungen und Anpassungen existieren (Online-)Literatur und Support. Für Typo3 gibt es mit Typoscript eine eigene Programmiersprache, um auf die Funktionen der Website Einfluss zu nehmen, doch dafür ist eine langwierige und diffizile Einarbeitung notwendig.

Welches CMS ist effizienter programmiert?
Der Code von Typo3 ist älter als 10 Jahre und entsprechend gestrickt. Viele Elemente wurden mittlerweile auf Klassen umgestellt, aber die grundlegende Struktur ist weitgehen unsauber und kompliziert. Joomla dagegen setzt vollständig auf MVC-Pattern, was dem Quellcode viel Struktur verleiht. Durchgängig ist dieser moderner und einfacher lesbar - auch von Suchmaschinen. Das damit verbundene Potenzial liegt deutlich höher.

Komplexität – Welches CMS ist einfacher zu bedienen?
Um mit Typo3 eine gelungene Homepage zu entwerfen oder zu verwalten, bedarf es einer immens aufwändigen Einarbeitung. Es gibt dazu manch schweren Wälzer zu lesen, doch selbst nach der Lektüre benötigen Sie mehr als nur ein bißchen praktische Erfahrung, bis Sie Typo3 wirklich gemeistert haben. Als Standardredakteur ist Typo3 allerdings ähnlich einfach wie Joomla zu handhaben. Die Bedienung von Joomla dagegen ist weitgehend intuitiv, Sie müssen als Administrator für die Bedienung des Backends keine Fachbücher lesen. In der Regel reichen ein gutes Tutorial oder eine kurze Einweisung oder Schulung bestens aus. Einfache Webseiten lassen sich sogar vollständig ohne Programmierkenntnisse pflegen und verwalten!

Zubehör: welches CMS bietet mehr?
Für Joomla wie auch Typo3 existieren eine Vielzahl an Modulen/Plugins für Extrafunktionen, aber in einer Sache ist Joomla um Welten weiter wie Typo3: Templates.
Es gibt fast keine kostenlosen Templates für Typo3, hingegen tausende für Joomla dank einer sehr grossen Community.
Das reduziert die Programmierkosten.

Ressourcenhunger: welches CMS ist schneller, genügsamer?
Typo3 benötigt teurere Webpackete als Joomla da es viel höhere Ansprüche an den Server stellt. Ausserdem ist es häufig langsamer, im backend wie auch frontend, selbst bei kleinen Seiten mit Profiwebsitepaketen.


Zusammenfassung:
Joomla ist der klarer Favorit für Mittel-Kleinbetriebe wegen der kinderleichten Bedienung - und darüber hinaus vermutlich zukunftssicherer als Typo3. Für grosse Firmen sind beide CMS relativ gleichwertig aber wenn man die Versionssprünge mitverfolgt sieht man wie der Typo3 Vorsprung mit jeder neuen Joomlaversion immer stärker dahingschmolzen ist. Es ist nur eine Frage der Zeit bis Joomla Typo3 entgültig abhängt was aufgrund der viel grösseren Community im Support wie auch im Entwicklungsbereich recht wahrscheinlich ist.
Typo3 verlangten bisher auch nur Kunden von mir die selbiges schon länger verwendeten und lieber beim altbekannten blieben.

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